Transparenz

Wie wir aus amtlichen Daten diese Seiten erzeugen

Ein Portal, das amtliche Daten aufbereitet, muss offenlegen, was es mit ihnen macht. Diese Seite ist der Nachweis dafür.

Import und Prüfung

<p>Wir laden den amtlichen Datensatz vollständig herunter und speichern ihn in einer eigenen Datenbank. Kein Wert wird bei einem Seitenaufruf live von einem fremden Server geholt. Das macht die Seiten schnell und unabhängig davon, ob ein Dienst gerade erreichbar ist.</p> <p>Beim Import prüfen wir jeden Datensatz. Aktuell sind das 19.388 Richtwertzonen. Verworfen wird nichts, aber alles, was auffällt, wird protokolliert. Drei Dinge korrigieren wir dabei, weil sie sonst zu falschen Seiten führen würden:</p> <ul> <li>Bei einem Teil der Zonen ist dem Bezugspunkt die UTM-Zonennummer vorangestellt. Ohne Korrektur landen ganze Städte geografisch im Nordatlantik.</li> <li>In einigen Kreisen sind Gemeindeschlüssel und Gemeindename gegeneinander verschoben. Wir ordnen über den Namen zu und prüfen den Schlüssel gegen.</li> <li>Wohnfläche und Grundstücksgröße stehen als Text und können Spannen enthalten. Wir zerlegen sie in Unter- und Obergrenze.</li> </ul>

Welche Kennzahlen wir bilden

<p>Für jedes Gebiet und jeden Teilmarkt berechnen wir aus den Werten der zugehörigen Richtwertzonen: Minimum, 25-Prozent-Quantil, Median, 75-Prozent-Quantil und Maximum, dazu das typische Baujahr und die typische Wohnfläche der Normobjekte.</p> <p>Wir nennen bewusst den Median und nicht das arithmetische Mittel. Der Median ist der Wert, unter und über dem jeweils die Hälfte der Zonen liegt. Er reagiert weit weniger empfindlich auf einzelne Spitzenlagen als ein Durchschnitt.</p> <p>Was wir nicht tun: Zonen nach Fläche oder Einwohnerzahl gewichten. Dazu fehlen uns die Daten, und eine geschätzte Gewichtung wäre schlechter als eine ungewichtete Angabe mit klarer Beschriftung. Jede Kennzahl steht deshalb immer zusammen mit der Zahl der Zonen, aus denen sie stammt.</p> <p>Wir verrechnen außerdem nie mehrere Teilmärkte zu einer Zahl. Ein Mittelwert aus Eigentumswohnungen und Reihenhäusern beschreibt nichts.</p>

Das Spannenband unter den Zahlen

<p>Unter jedem Richtwert steht ein schmaler Balken. Der Strich darin markiert den Median, das hellere Feld die mittlere Hälfte aller Zonen, also den Bereich zwischen dem 25- und dem 75-Prozent-Quantil.</p> <p>Die Achse endet nicht beim höchsten Wert, sondern bei dem Wert, unter dem 90 Prozent der Zonen liegen. Ohne diese Kappung drücken einzelne Spitzenlagen die gesamte Verteilung an den linken Rand, und der Balken zeigt nichts mehr. Die höchste Zone steht deshalb als Zahl daneben.</p>

Veränderungen über die Zeit

<p>Prozentuale Veränderungen berechnen wir nur dann, wenn dasselbe Gebiet im Vergleichsjahr eine ähnlich große Zahl von Zonen hatte, mit einer zulässigen Abweichung von höchstens einem Viertel.</p> <p>Der Grund: Gutachterausschüsse schneiden ihre Zonen gelegentlich neu zu. Wenn aus zwölf Zonen achtzehn werden, ändert sich der Median, ohne dass am Markt irgendetwas passiert ist. Eine solche Veränderung auszuweisen wäre eine Falschaussage. Im Zweifel bleibt das Feld leer.</p>

Welche Seiten wir veröffentlichen

<p>Nicht jede denkbare Ortskombination bekommt eine Seite im Suchmaschinenindex. Für jede Seite berechnen wir einen Datenqualitätswert aus: Zahl der Richtwertzonen, Zahl der Teilmärkte, erkennbare Spreizung zwischen den Zonen, vorhandene Objektmerkmale, verfügbare Nachbargebiete, vorhandene Untergebiete und vorhandene Historie.</p> <p>Der Wert wird an dem gemessen, was auf der jeweiligen Ebene überhaupt erreichbar ist. Eine Regel, die niemand erfüllen kann, zählt nicht gegen eine Seite.</p> <p>Von 1634 Stadtteilen in Nordrhein-Westfalen erreichen 952 den Schwellenwert. Die übrigen bekommen trotzdem eine Seite, sie bleibt erreichbar und verlinkt, wird aber auf noindex gesetzt und nicht in die Sitemap aufgenommen. Uns geht es nicht um möglichst viele indexierte Adressen, sondern um möglichst viele Seiten, auf denen wirklich etwas steht.</p>

Wie die Texte entstehen

<p>Die beschreibenden Texte auf den Ortsseiten werden aus den Daten erzeugt, und zwar aus genau den Zahlen, die auch in den Tabellen stehen. Der Textgenerator hat keinen Zugriff auf irgendetwas anderes und kann deshalb keine Zahl erfinden.</p> <p>Welche Abschnitte auf einer Seite entstehen, hängt von der Datenlage ab. Gibt es nur einen Teilmarkt, wird das ausdrücklich gesagt. Gibt es keine Stadtteile, entsteht kein Stadtteilabschnitt, sondern ein Hinweis darauf, dass die Quelle keine Gliederung enthält. Liegen alle Nachbargemeinden über dem eigenen Wert, steht das da, und nicht eine allgemein gehaltene Formulierung.</p> <p>Die Formulierungen selbst variieren zwischen den Orten. Das ist Absicht: Knapp zweitausend Seiten mit demselben Satzbau und ausgetauschtem Ortsnamen wären für Leser wie für Suchmaschinen wertlos.</p>

Grenzen unserer Auswertung

<p><b>Vergleiche zwischen Gemeinden sind nur eingeschränkt möglich.</b> Wie fein ein Gebiet unterteilt wird, entscheidet jeder Gutachterausschuss selbst. Wir weisen deshalb überall die Zonenzahl aus und schließen Gemeinden mit weniger als fünf Zonen aus den Ranglisten aus.</p> <p><b>Die Stadtteilebene ist ungleich tief.</b> Manche Städte liefern Stadtbezirke, andere feine statistische Bezirke, viele gar nichts. Eine Stadtteilseite beschreibt deshalb nicht überall ein gleich großes Gebiet.</p> <p><b>Zonengeometrien sind für die Darstellung vereinfacht.</b> Für die Karten reduzieren wir die Stützpunkte der Polygone mit einer Toleranz von acht Metern. An Zonengrenzen kann die Darstellung dadurch minimal von der amtlichen Geometrie abweichen. Für die Zuordnung eines Grundstücks direkt an einer Grenze ist die amtliche Quelle maßgeblich.</p> <p><b>Wir sind keine Gutachter.</b> Nichts auf diesem Portal ist eine Wertermittlung im Rechtssinne.</p>

Häufige Fragen

Rechnet ihr Werte hoch, wenn Daten fehlen?
<p>Nein. Wo kein Wert vorliegt, steht keiner. Wir leiten weder aus Nachbarorten noch aus Bodenrichtwerten etwas ab und schätzen auch nichts fort.</p>
Warum weicht euer Wert von dem eines anderen Portals ab?
<p>Meist, weil unterschiedliche Kennzahlen verglichen werden. Median und arithmetisches Mittel führen bei ungleich verteilten Werten zu spürbar verschiedenen Zahlen. Achten Sie außerdem auf Stichtag, Teilmarkt und Gebietszuschnitt. Wir schreiben alle vier Angaben sichtbar dazu.</p>
Kann ich eure Auswertungen weiterverwenden?
<p>Die zugrunde liegenden amtlichen Daten stehen unter einer offenen Datenlizenz, die Herkunftsangaben finden Sie unter Datenquellen. Wenn Sie unsere Auswertungen zitieren, nennen Sie bitte Stichtag und Kennzahl mit, sonst ist die Zahl nicht nachvollziehbar.</p>

Datenstand der genannten Zahlen: 1. Januar 2026 Quelle: Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in NRW Alle Datenquellen