Nach Objektart

Immobilienrichtwerte für Einfamilienhäuser in Nordrhein-Westfalen

Für Einfamilienhäuser setzen die Gutachterausschüsse in Nordrhein-Westfalen 6.919 Richtwertzonen fest. Der Median liegt bei 2.530 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Die Zahlen für Einfamilienhäuser im Überblick

Landesweite Kennzahlen für Einfamilienhäuser, Stand 1. Januar 2026
Richtwertzonen6.919
Niedrigste Zone670 €/m²
25 Prozent der Zonen liegen unter2.075 €/m²
Median2.530 €/m²
75 Prozent der Zonen liegen unter3.040 €/m²
Höchste Zone13.000 €/m²
Typisches Baujahr des Normobjekts1970
Typische Wohnfläche des Normobjekts150 m²

Die Spanne zwischen der günstigsten und der teuersten Zone beträgt landesweit den Faktor 19,4. Das zeigt, wie wenig ein einzelner Landeswert über eine bestimmte Lage aussagt.

Wo Einfamilienhäuser am teuersten und am günstigsten sind

Höchste Mediane
GemeindeMedianZonen
Düsseldorf5.500 €/m²49
Meerbusch5.450 €/m²10
Neuss4.900 €/m²13
Ratingen4.400 €/m²20
Mülheim an der Ruhr4.390 €/m²43
Köln4.100 €/m²69
Langenfeld4.100 €/m²13
Leverkusen4.000 €/m²45
Niedrigste Mediane
GemeindeMedianZonen
Bad Berleburg1.150 €/m²12
Burbach1.250 €/m²11
Hilchenbach1.350 €/m²12
Marienmünster1.372 €/m²16
Willebadessen1.385 €/m²21
Neunkirchen1.400 €/m²13
Dahlem1.410 €/m²7
Nieheim1.442 €/m²20

Berücksichtigt sind nur Gemeinden mit mindestens fünf ausgewerteten Zonen in diesem Teilmarkt, damit einzelne Zonen die Rangfolge nicht verzerren.

Worauf sich diese Werte beziehen

Der Richtwert für Einfamilienhäuser bezieht sich auf einen Quadratmeter Wohnfläche, nicht auf Grundstücksfläche. Wer ein freistehendes Einfamilienhaus mit 100 Quadratmetern Wohnfläche bewerten will, rechnet also mit dem Richtwert mal 100.

Bei freistehenden Einfamilienhäusern ist der Bodenanteil im Wert bereits enthalten. Bei Eigentumswohnungen ist das der Miteigentumsanteil am Grund und Boden, bei Häusern das Grundstück. Der Bodenwert darf deshalb nicht zusätzlich aufgeschlagen werden.

Nicht enthalten sind Garagen und Stellplätze. Die sind in den nordrhein-westfälischen Richtwerten ausgenommen und müssen separat angesetzt werden.

Der Wert gilt außerdem für ein Normobjekt mit festgelegten Merkmalen, im Landesschnitt Baujahr 1970 und rund 150 Quadratmeter Wohnfläche. Bei Abweichungen greifen die Umrechnungskoeffizienten des jeweiligen Gutachterausschusses.

Warum der Ort mehr zählt als die Objektart

Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, es gäbe so etwas wie einen Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser in Deutschland oder auch nur in einem Bundesland. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen reicht die Spanne für diesen Teilmarkt von 670 bis 13.000 Euro je Quadratmeter.

Die Objektart bestimmt, welche Zahl Sie überhaupt heranziehen dürfen. Wie hoch sie ausfällt, entscheidet sich fast vollständig über die Lage. Deshalb ist der sinnvolle Weg immer: zuerst den Ort suchen, dann innerhalb des Orts die Zone, und erst dann die passende Objektart wählen.

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Häufige Fragen

Was kostet ein Quadratmeter bei Einfamilienhäuser in NRW?

Der Median über alle 6.919 Richtwertzonen liegt bei 2.530 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, Stand 1. Januar 2026. Die Hälfte aller Zonen liegt zwischen 2.075 und 3.040 Euro. Für Ihre Lage suchen Sie am besten direkt Ihren Ort.

Gilt der Wert auch für ein freistehendes Einfamilienhaus im Neubau?

Nur eingeschränkt. Das Normobjekt hat im Landesschnitt Baujahr 1970. Ein Neubau liegt deutlich darüber, und die Differenz wird über die Umrechnungskoeffizienten des Gutachterausschusses berücksichtigt. Der Datensatz unterscheidet außerdem zwischen Erstverkauf und Weiterverkauf.

Ist der Grundstückswert enthalten?

Ja. Der Immobilienrichtwert beschreibt das bebaute Grundstück insgesamt. Ein zusätzlicher Aufschlag für den Boden wäre eine doppelte Zählung.

Datenstand der genannten Zahlen: 1. Januar 2026 Herkunft aller verwendeten Daten